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Man grüßt sich wieder.

Samstag Jan 17, 2015

Ich weiß nicht, wann es angefangen hat, aber man grüßt sich im Wald wieder.

Deutschland, Land der Muffköppe, Wuppertal, Stadt der Muffköppe im Land der Muffköppe – es fällt mir in jüngster Vergangenheit auf, dass jeder, egal welchen Alters, einem auf Wanderungen durch die vielfältige Natur mindestens einen “Guten Tag” entgegenmurmelt. Okay, manchmal eher gezwungen als enthusiastisch, aber immerhin. Manchmal stimmt auch die Tageszeit nicht, so kann es einem am frühen Abend durchaus passieren, dass jemand “Mahlzeit” sagt, aber dennoch.

Vor etwa 20 Jahren ist es mir extrem aufgefallen. Zu der Zeit war ich jedes Jahr mehrere Wochen in Irland, und da reicht ein einfacher Gruß nicht einmal aus. Jeder, dem man begegnet, grüßt erst freundlich, die meisten verwickeln einen dann wenigstens für ein paar Sätze in das allgemeine Wettergeschehen (meistens kommt der Schwenk in “Wer bist du, was machst du hier?” recht schnell.) Wenn ich dann wieder heim kam, musste ich mich nicht nur im Straßenverkehr wieder umgewöhnen, sondern auch meine zur Schau gestellte Menschenfreundlichkeit wieder ablegen. Wenn es doch einmal passierte, dass ich wildfremde Leute in einsamerer Umgebung grüßte, wurde ich verwirrt, fast zornig, angeschaut.

Das ändert sich. Ob es an der wiederentdeckten Freude der Menschen am Wandern liegt? An den vielen Premiumsteigen in Deutschland, die wie Pilze aus dem Boden schießen? Ich weiß es nicht. Niemand schaut mehr betreten nach unten oder in die Landschaft, wenn man aufeinander zukommt. Alle schauen einem ins Gesicht und grüßen. Manchmal auch mehr. Wie heute der alte Herr mit Dackel in den Wupperauen auf felsigem Pfad, der ungefragt erzählte, welche Abenteuer er in eben diesen Wupperauen schon erlebt hatte. Einem Jungen knapp vorm Stauwehr das Leben gerettet. Einen Schwan beobachtet, der sich an einem der aus der Wupper herausragenden Bäumen stranguliert hatte.

Ich kann nicht beschreiben, was es mit mir macht außer auffallen. Doch. Vielleicht habe ich auch im einsamen Wald mehr das Gefühl, dass ich mich in einer Gemeinschaft befinde. Einer Gemeinschaft von Menschen, die vielleicht gerade ähnliches sehen, erleben und empfinden wie ich. Und bereit sind, es zu teilen. Auch mit Fremden.

 


Liebster Award. Der Amaot hat mich gefragt, und ihr alle dürft lesen.

Donnerstag Jan 15, 2015

 

Da hat mich doch der Amaot auf seinem Blog für den „Liebster Award“ nominiert ?! Amaot? Mein allerliebster Lieblings-Blogger und -Twitterer, Follower der ersten Stunde, dessen Gedankenkapriolen mich ständig zum Lachen in den Keller schicken (und wenn ich da schon mal bin, kann ich ja auch gleich aufräumen und … Moment, hatte ich eigentlich den 2012er Tempranillo schon probiert?)

Zugegeben – ich wusste nicht, was der „Liebster Award“ ist und hatte schon leckere Schweinereien vermutet. Aber nein: Hier gibt es Rede und Antwort. Und wie lecker das Ganze wird, entscheide ich selbst.

Für den Liebster Award wird man von anderen Bloggern nominiert, bekommt und beantwortet 11 Fragen und nominiert wiederum 11 Blogger, denen man 11 neue Fragen stellt.

Der Liebster Award ist somit dazu gedacht, weniger bekannte Blogs bekannter zu machen.

Nun denn! So lest meine Antworten auf die Fragen von Amaot. Weiter unten (viiiiel weiter unten) findet ihr dann 11 Fragen, die ich an 11 Blogger stelle, die ich zur Beantwortung nominiere. Read the rest of this entry »


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